Karwendel steigert Effizienz in der Milchverarbeitung mit großen Panel-PCs von FORSIS
Die Privatmolkerei digitalisiert ihre Produktionsprozesse mit der retrofit-fähigen Hardware-Plattform FORSIS EXPERT. Die robusten Industrie-Panel-PCs für die Lebensmittelproduktion verbessern die Bedienbarkeit, Verfügbarkeit und Zukunftsfähigkeit der Anlagen.
Der Trend zu größeren Displays ist auch im industriellen Einsatz erkennbar. Dass gerade in Hygienebereichen häufig mehr Platz auf dem Bildschirm gefordert ist, zeigt sich am 24-Zoll-Multitouchscreen der neuen FORSIS Panel-PC-Generation in den Karwendel-Werken Huber. Dort werden verschiedenste komplexe Prozesse übersichtlich und einfach bedienbar auf einer robusten und zukunftssicheren Industrie-Panel-PC-Plattform abgebildet. Panel-PCs sind Industriecomputer mit integriertem Display, die Maschinenbedienung, Visualisierung und Datenerfassung direkt an der Anlage ermöglichen.
Quark und Frischkäse aus der Region

Seit über 100 Jahren steht das Familienunternehmen Karwendel aus Buchloe im Allgäu für Qualität, Heimatverbundenheit und den Mut, neue Wege zu gehen. Vielen Menschen ist Karwendel durch Marken wie Exquisa, miree und NOA vertraut. Seine Quark- und Frischkäse-Produkte begleiten den Alltag zahlreicher Haushalte und sind längst auch über die Ländergrenzen hinweg etabliert. Pflanzliche Alternativen gehören seit 2016 mit der Marke NOA zum festen Sortiment und zeigen die Offenheit für neue Ernährungstrends.
Bilddatei: Rechts – Karwendel Buchloe (Bild: Karwendel).
Prozessdigitalisierung per Multitouch
In der hygienesensiblen Lebensmittelproduktion von Karwendel gibt es zwei wesentliche Erfolgsfaktoren: Mensch und Technik. „Unsere Mitarbeitenden in der Produktion sind Spezialisten in ihrem Bereich, die mit ganz bestimmten Informationen arbeiten“, erklärt Dieter Ederle, Leiter IT-Prozesse bei der für Karwendel zuständigen Huber IT GmbH. „Diese stellen wir ihnen über großformatige Panel-PCs von FORSIS bereit, sodass sie ihre komplexen Vorgänge mit weniger Klicks und Fensterwechseln noch effizienter durchführen können.“ Die 35 neuen HMI-Terminals vom Typ FORSIS EXPERT 2400 MT mit integriertem 24-Zoll-Multitouchscreen sind laut Ederle auch ein Werkzeug für die fortschreitende Digitalisierung in der Fertigung. Denn über die Oberfläche der MES-Software von GRÜN GQM werden zusätzlich zur Prozessübersicht unterschiedlichste Informationen dargestellt, darunter Stücklisten mit Verbrauchsdaten. Per Touch oder Softtastatur werden zudem Prüfungen abgearbeitet, beispielsweise um die richtige Verpackung für das Zielland sicherzustellen. Auch Störzeiten werden auf diesem Weg erfasst. „Zuvor wurden all diese Informationen auf Papier geschrieben“, so Ederle. „Jetzt erfolgt die Kommunikation konsistent, transparent und nachvollziehbar über den großen Multitouchscreen.“
Nahtlose Zusammenarbeit: FORSIS und GRÜN GQM

In Kombination mit dem MES-System von GRÜN GQM wird die Datenerfassung nicht nur digitalisiert, sondern auch in Echtzeit verfügbar gemacht – eine zentrale Voraussetzung für transparente und steuerbare Produktionsprozesse. Der auf Softwarelösungen für die Getränke- und Milchverarbeitung spezialisierte Anbieter bringt umfassendes branchenspezifisches Prozess-Know-how in die Projekte ein. Mit FORSIS arbeitet das Unternehmen bereits seit rund 20 Jahren eng zusammen, um gemeinsam praxisgerechte Lösungen für die Produktion zu realisieren. Für Anwender wie Karwendel entsteht so eine durchgängige Lösung, bei der Industriehardware und MES-System optimal auf die Anforderungen der Lebensmittelproduktion abgestimmt sind.
Zusatznutzen durch Retrofit-Service
Bei der Hardware-Plattform vertraut Karwendel bereits seit 2013 auf die robuste Panel-PC-Reihe EXPERT von FORSIS. Die aktuelle Generation EXPERT 2400 MT mit integrierter PCAP-Multitouch-Bedieneinheit in Full-HD-Auflösung wurde 2025 ausgerollt, nachdem die Nutzungsdauer der ersten Gerätegeneration mit analog resistivem 21,5-Zoll-LCD nach sechs Jahren durch ein Retrofit verdoppelt worden war. „Durch den von FORSIS organisierten Austausch des Motherboards mit aktueller Prozessorgeneration schafften wir im Jahr 2019 ohne Neuinvestition die technischen Voraussetzungen für den Umstieg von Windows 7 auf Windows 10“, berichtet Christian Kugelmann, für den Produktionsbereich zuständiger IT-Administrator bei Huber IT.
[Bilddatei: rechts -Typischer Arbeitsplatz mit FORSIS Edelstahl-PC und visuellem Meldesystem mit Signalsäule (Bild: Karwendel).

Durch das kosteneffiziente Hardware-Upgrade profitierte Karwendel von einer verbesserten Performance und Bedienung. Gleichzeitig wurden die Investitionskosten im Vergleich zur vollständigen Neuanschaffung erheblich reduziert und größere Mengen an Metall- und Elektroschrott sowie indirekte CO2-Emissionen vermieden. Denn im Zuge des Upgrades konnten wertvolle Bauteile wie Bedieneinheit, Edelstahlgehäuse und Halterungen weiterverwendet werden. „Das Retrofitprojekt verlief effizient und reibungslos, FORSIS übernahm das komplette Handling“, so Kugelmann. „Nach wenigen Wochen waren alle 30 Geräte sukzessive ausgetauscht und die Verfügbarkeit für weitere fünf bis sechs Jahre gesichert.“
Gesamtpaket spricht eindeutig für FORSIS

Diese Upgrade-Fähigkeit, die Kugelmann von keinem anderen Panel-PC-Anbieter kennt, war auch ein Kriterium für die jüngste Neuinvestition – dieses Mal für den Umstieg auf Windows 11 Enterprise LTSC, der sich nicht durch ein erneutes Upgrade bewerkstelligen ließ. Zum Vergleich nahm Huber IT auch Lösungen anderer Hersteller unter die Lupe. Überzeugen konnte allerdings keine davon – einerseits wegen der mangelnden Upgrade-Fähigkeit, andererseits wegen Mängeln bei der Bedienbarkeit oder Software-Ausstattung.
[Bilddatei: links – Komplexe Abläufe, einfache Bedienung: Das kundenspezifisch angepasste MES GRÜN GQM auf dem Edelstahl-PC von FORSIS (Bild: Karwendel).
„Die Geräte von FORSIS sind optimal auf die Bedürfnisse in der Praxis abgestimmt“, so Kugelmann. „Das beginnt mit der Position von Schaltern bis zum Umfang der vorinstallierten Software-Tools, um zum Beispiel den Multitouch-Screen durch verschiedene Empfindlichkeitsstufen optimal an unsere Bedingungen anzupassen. Registriert das Gerät Wasser auf dem Frontglas, schaltet es automatisch von Vier- auf Ein-Finger-Bedienung um, sodass weiterhin Eingaben möglich sind.“
Kundenspezifische Beratung und Support
Des Weiteren sprach für FORSIS, dass das bisherige Montagesystem übernommen werden konnte und dadurch zusätzlicher Aufwand für die mechanische Installation entfiel. Den entscheidenden Unterschied machte jedoch die kundenspezifische Beratung, um die jeweils optimale Lösung zu finden. „Erst im persönlichen Gespräch mit FORSIS stellte sich heraus, dass die Multitouch-Variante mit optionaler Schutzfolie für unsere Nutzungsanforderungen am besten ist“, erklärt Ederle. „Darüber hinaus haben wir mit der Bluetooth-Schnittstelle der WLAN-Option eine praktische Möglichkeit zur Anbindung einfacher Handscanner gefunden. Außerdem erfuhren wir, dass sich die bisherige Halterung auch für die neuen Modelle verwenden ließ, was die Installationszeit verkürzte und Kosten sparte.“
Als weiteren Kundenwunsch realisierte FORSIS in Zusammenarbeit mit GRÜN GQM eine Schnittstelle für ein visuelles Meldesystem mit Signalsäule (Ampel), das den aktuellen Störungsstatus gut sichtbar in der Halle visualisiert. Darüber hinaus unterstützte FORSIS bei der Konfiguration des integrierten RFID-Readers zum Auslesen der Mitarbeiter-Ausweise für Identifikations- und Dokumentationszwecke. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir bei FORSIS zu jedem Thema eine praktische Lösung angeboten bekommen“, so Ederle. „Die Zusammenarbeit ist geprägt von kurzen Reaktionszeiten und einer verlässlichen Kommunikation auf Augenhöhe.“
Schnelle Inbetriebnahme, zuverlässiger Betrieb
Die Inbetriebnahme der neuen Geräte über das FORSIS GUI gelingt zügig. „Wir nehmen den Panel-PC lediglich zur Software-Verteilung in unsere Domäne auf und aktivieren die MES-Software, die auf den Geräten im Kioskmodus läuft“, ergänzt Christian Kugelmann. „Wie von FORSIS gewohnt, arbeiten alle 35 Neugeräte seit Sommer 2025 stabil im 24/7-Betrieb.“
Dieter Ederle schätzt neben der hohen Beratungskompetenz und den durchdachten Hardware-Lösungen auch die Zusammenarbeit auf Augenhöhe. „Alle drei Punkte kommen bei FORSIS zusammen“, resümiert Ederle. „Das ist wirklich einzigartig in der Branche.“ Der Ausbau der Installation ist bereits geplant: Nach der Abfüllung soll die Prozessdigitalisierung mithilfe der bewährten PC-Panel-Plattform von FORSIS in der Vorstufen-Herstellung intensiviert werden.
[Bilddatei rechts: Dieter Ederle, Leiter IT-Prozesse, und Christian Kugelmann, IT-Administrator Produktion bei Huber IT. (Bild: Karwendel).

Panel-PC-Plattform EXPERT für Food & Pharma
Die Panel-PC-Plattform EXPERT mit integrierter Bedieneinheit ist für die industrielle Datenerfassung und Visualisierung in der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie ausgelegt. Das Hygienedesign mit Edelstahlgehäuse in Schutzklasse IP69 widersteht hoher Feuchtigkeit und einer intensiven Reinigung mittels Wasserstrahl. Die optionale Schutzfolie gewährleistet die Funktionalität der integrierten 24-Zoll-Multitouch-Einheit und schützt vor Glasbruch. Der spaltfreie Übergang zwischen Gehäuse und PCAP-Multitouchscreen verhindert das Festsetzen von Verschmutzungen. Mit einer Lebensdauer von 100.000 Betriebsstunden eignet sich das kontrastreiche LCD für den industriellen Dauerbetrieb.
